Beschluss: Kein Eingriff in den KTO durch Straßenbahn

Auf ihrer Sitzung vom 21.6.2010 hat die StV mit knapper Mehrheit folgenden Beschluss gefasst:

Kein Eingriff in den kleinen Tiergarten und Ottopark durch Straßenbahn

Die Stadtteilvertretung „Aktives Stadtzentrum Turmstraße“ fordert alle zuständigen Verwaltungen und politischen Gremien des Senates und des Bezirks Mitte auf, dafür zu sorgen, dass eine neue Straßenbahnlinie in und durch Moabit weder direkt noch indirekt eine Verkleinerung des Kleinen Tiergartens und des Ottoparkes (KTO) mit sich bringt. Die Erhaltung der heutigen Flä- che und der Pflanzenbestände ist als feste Rahmenbedingung allen Straßenbahnplanungen – wie Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien, Umweltverträglichkeitsprüfung, Linienführung und Detailplanung – auch gegenüber beteiligten Planungsbüros und Gutachtern – vorzugeben.

Begründung

Die bisherige zwischen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Bezirk Mitte abgestimmte Verkehrsplanung (Büro LK Argus) im Rahmen des „Aktiven Stadtzentrums Turmstraße“ wurde der Stadtteilvertretung am 15. 04. 2010 vorgestellt. Dabei zeigte sich in verschiedenen Planskizzen, dass eine Straßenbahn in der Straße Alt Moabit (östlich Stromstr.) auf voller Länge flächenhafte Eingriffe in den Kleinen Tiergarten erfordern würde.

Die große soziale und ökologische Bedeutung des KTO als Stadtgrün zwischen hochverdich- teten Quartieren Moabits verbietet es, diesen kleinen Park für Verkehrszwecke zu verkleinern. Er sollte daher in jeder Beziehung für die verkehrliche Inanspruchnahme auch infolge einer Straßenbahn Tabu sein.

Sollte eine Straßenbahn zusammen mit den anderen Verkehrsfunktionen nicht innerhalb des heutigen Straßenquerschnitts von Alt-Moabit (ohne Aufweitung der 26,0 m breiten Straße) möglich sein, besteht mit der Linienführung über die breitere Turmstraße (30,0 m) östlich der Stromstraße bis zur Rathenower Straße eine gut geeignete sinnvolle Alternative.