4. September 2023
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Pressemitteilung der Stadtteilvertretung
Turmstraße

Ersatzloser Wegfall von Querungen für den Rad- und Fußverkehr

Bei der Verlängerung der Tramstrecke nach Moabit wurden an der Kreuzung Thusneldaallee / Turmstraße je eine wichtige Querung für Radelnde und für zu Fuß Gehende nicht gebaut – anders als im Planfeststellungsverfahren vorgesehen. Radelnde aus Richtung Spree müssen daher weite Umwege fahren, um regelgerecht von der Thusneldaallee in die Jonasstraße im Nordteil Moabits zu kommen.

An der Kreuzung der Thusneldaallee mit der Turmstraße versperren neuerdings Gitter den Übergang über die Turmstraße. So war das im Planfeststellungsverfahren nicht vereinbart worden. Vielmehr sollte die Radroute aus Süden in Höhe Thusneldaallee die Turmstraße queren und dann weiter über die Turm- und Bremer Straße in den Norden führen. Für Fußgänger:innen war ebenfalls ein Übergang an dieser Stelle vorgesehen, der für kurze Wege beispielsweise zwischen der Heilandskirche mit ihrem Wochenmarkt und der Arminius-Markthalle sorgt. Die Überwege für den Fuß- und den Radverkehr sind in den Unterlagen der Planfeststellungsbehörde vom 14.12.2020 eingezeichnet (hier rot hervorgehoben):

Übergang Thusneldaallee

Als Begründung für den ersatzlosen Entfall dieser Querungsmöglichkeiten gibt die Senatsverwaltung in ihrer am 30.08.2023 veröffentlichten Antwort auf eine Schriftliche Anfrage im Abgeordnetenhaus (S19-16295) “Sicherheitsbedenken der Straßenverkehrsbehörde“ an. Die Straßenverkehrsbehörde war im Planverfahren aber beteiligt worden und hatte diese Bedenken dort nicht geäußert.

Nun heißt es seitens des Senats, die Querungsmöglichkeiten sollen erst im Zuge der weiteren Verlängerung der Tramstrecke vom U-Bahnhof Turmstraße zum Bahnhof Jungfernheide hergestellt werden, allerdings nur dann, wenn diese bis 2028 realisiert wird. Wird sie bis dahin nicht gebaut, so schließen wir aus der Antwort, könnten die Überwege endgültig entfallen.

Damit sind wir nicht einverstanden. Wir fordern die im Planfeststellungsverfahren ausgehandelten Querungsmöglichkeiten für den Fuß- und den Radverkehr jetzt herzustellen, nicht bestenfalls erst in einigen Jahren.